Endstation Viertelfinale für den IHC Landau - hieß es vergangenen Samstag in der Partie gegen den Skaterhockeyrekordmeister Duisburg Ducks.
Nachdem man bis unter die acht besten Skaterhockey-Mannschaften Deutschlands vordringen konnte, kannte der Favorit kein Pardon mit den Gastgebern. Am Ende der Partie stand es 3:17.
In der Partie, die aufgrund einer Autopanne bei der Anreise der Ducks etwa 30 Minuten verspätete beginnen musste, zeigten die Ducks vom Eröffnungsbully an, dass man den drittklassigen IHC zu keiner Sekunde unterschätzen würde. Die Schiedsrichter hatten den Ball kaum zum Spiel freigegeben, da stand es bereits 1-0 für die Gäste, gerade einmal 6 Sekunden waren gespielt.
Der IHC erholte sich recht schnell, konnte den Ducks aber kaum spielerisch entgegen setzen.
Das Kombinationsspiel der Gäste war selbst für den größten Landauer Sympathisanten nur zu bewundern. So blieb dem IHC nur mit Engagement und Einsatz dagegen zu halten, und sich den zahlreich erschienen Zuschauern als würdigen Gegner für die favorisierten Ducks zu erweisen.
Nachdem dem IHC dann in kurzer Folge sogar die Anschlusstreffer zum 1-5 bzw. 2-5 gelingen konnten, war es für kurze Zeit sogar möglich etwas wie eine Drangperiode aufzubauen. Sicherlich zur Enttäuschung der toll unterstützenden Zuschauern, fingen sich die Duisburger nach einer Auszeit aber wieder recht schnell, und ließen am weiteren Spielverlauf keine Zweifel mehr. Der Rest des Spiels, daß von beiden Seiten über die komplette Spielzeit fair geführt wurde, ist danach schnell erzählt.
Die Ducks erstaunten die Anwesenden mit nahezu blindem und pfeilschnellem Kombinationsspiel, und wussten auch durch das ein oder andere Kabinettstückchen von ihrer individuellen Klasse zu überzeugen. Die Landauer Mannschaft bemühte sich um Schadensbegrenzung, und kämpfte im Rahmen ihrer Möglichkeiten, für einen ehrenvollen Abschied im Pokal, vor allem aber vor eigener Kulisse.
Der hohe Grad an Professionalität den die Duisburger zur Schau stellten, ließ schon fast von Beginn an keinen Zweifel am Ausgang der Partie. Dass die Gäste trotz ihres letztendlich dominanten Siegs auf Arroganz oder Eitelkeiten vollends verzichteten und sich als faire Sportsmänner auf wie neben dem Feld erwiesen, blieb auch den Zuschauern nicht unbemerkt, sodass selbst die Ducks unter Applaus verabschiedet wurden.
Für den IHC bleibt es so also beim sensationellen Erreichen der Runde der besten Acht und der Erfahrung, einmal mit einem der besten Teams Europas die Schläger gekreuzt zu haben.
Welch hoher Grad an Professionalität und Organisation, und damit auch an Entwicklung im Bereich Skaterhockey möglich ist, wurde an diesem Nachmittag allen Beobachtern vor Augen geführt.
Mit diesen Erfahrungen und Erkenntnissen im Rücken, gilt es sich für die Zukunft ein Beispiel zu nehmen und voraus zu schauen.